Die kuriosesten Kunstunfälle

Ist das Kunst, oder kann das weg?

Immer wieder werden Kunstwerke absichtlich oder unabsichtlich in Galerien zerstört. Von ungeschickten Besuchern, übereifrigen Putzfrauen, oder der Natur. Kunstunfälle verursachen oft Millionenschäden. Doch manchmal gewinnen die Werke dadurch auch an Wert.

Folgenschweres Selfie

Ein besonders kurioser Kunstunfall ereignete sich vor wenigen Tagen in Los Angeles. Ein Slapstick- Regisseur hätte es nicht besser inszenieren können!  Ein Mädchen will für ein Foto vor mehreren ausgestellten Keramikkronen posieren. Sie kniet sich hin, verliert das Gleichgewicht und stürzt nach hinten. Dabei löst sie eine Kettenreaktion aus und mehre Kunstwerke zerschellen auf dem Boden. Der Schaden: Über 200 000 Dollar. Ein Albtraum für die Galerie und die Besucherin. Doch der Künstler Simon Birch, nimmt es mit Humor. Dass seine Kronen aus Keramik so einfach zerstört wurden, sei doch auch ein Beweis dafür, wie fragil solche Machtsymbole seien.

Kunstunfälle in Galerien

Die Überwachungskameras in Museen zeichnen immer wieder solche kuriosen Ereignisse auf. Manchmal ist es reines Ungeschick, doch oft auch zu große Neugierde der Besucher, wie in diesem Video.

Die Hobby-Malerin – Das kann ich doch besser!

Große Aufmerksamkeit bekam 2012 der Fall einer spanischen Rentnerin aus Borja. Die Hobby-Restauratorin wollte das Jesus-Fresko „Ecce Homo“ etwas auffrischen und hat es dabei… naja, nicht wirklich verschönert. Aber seht selbst.

Mister Bean ist also doch nicht die einzige Gefahr für öffentlich zugängliche Bilder

Weggewischt

Was tatsächlich sehr häufig vorkommt: Reinigungskräfte wischen Kunstwerke einfach weg, weil sie die Kunst nicht erkennen. Der berühmteste Fall ist wohl die Vernichtung von Joseph Beuys’ “Fettecke” in der Düsseldorfer Kunstakademie 1986. Eine Putzfrau hatte sie einfach weggeputzt. Etwas ähnliches ist Beuys auch schon 1960 mit seinem Werk „Unbetitelt (Badewanne)“ passiert.

Doch „Reinigungswahn vs. Kunst“ ist kein typisch deutsches Problem. Die Putzfrau der Londoner Tate Britain schmiss 2005 ein Werk des Künstlers Gustav Metzger einfach in den Müll. Und auch die Arbeiten des großartigen Grafitti-Künstlers Banksy wurden immer wieder Opfer übermotivierter Reinigungsteams. So geschehen in London, Bristol oder im australischen Melbourne.

Zerstörungskunst

2007 ließ ein Unwetter ein zwölf Meter hohes Documenta-Kunstwerk des chinesischen Künstlers Ai Weiwei in Kassel einstürzen. Doch er dachte gar nicht daran, den Holzturm wieder aufzubauen. Der Turm besteht aus Türen und Fenstern alter Häuser, die dem Bauboom in China zum Opfer gefallen waren, „Das ist besser als vorher”, kommentierte Ai Weiwei die Trümmer. Der Wert der Arbeit habe sich nun verdoppelt.

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